Die Leitthemen: Nanomaterialien

Die Nanotechnologie ist eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhundert mit gewaltigen Innovationspotenzialen.
Sie eröffnet unzählige Möglichkeiten zur Entwicklung neuartiger Materialien, die exakt auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Nanomaterialen unterscheiden sich deutlich von herkömmlichen Materialien bezüglich der optischen, elektrischen und magnetischen Eigenschaften, aber auch mit Blick auf Härte, Zähigkeit oder Schmelz- verhalten. Diese Eigenschaften sind direkt verknüpft mit dem Vorstoß in Strukturen und Materialdimensionen im Nanometerbereich. Damit ergänzen Nanomaterialien die makro- und mikroskopische Materialwelt und eröffnen vielfältige neue Anwendungsoptionen und Marktchancen.
| Prof. Dr. Günter Bräuer | | Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik (IST), Braunschweig | | Vertreter Wissenschaft |
| | | Florian Haacke | | GXC Coatings GmbH, Goslar | | Vertreter Wirtschaft | | |
|
Auf dem Weg zu synthetischen Antikörpern. Wissenschaftler entwickeln künstliche Nanosensoren
| 30.08.2010: Zellen identifizieren sich nach außen durch bestimmte Eiweißstrukturen (Antigene). Solche „Zell-Personalausweise“ sind in der jeweiligen Zellmembran verankert. An die Antigene können sich wiederum „Sensoren“ bzw. Oberflächenrezeptoren anderer Zellen oder auch Antikörper anbinden. Die Untersuchung derartiger Antikörper-Antigen-Bindungen stellt die Grundlage für viele Diagnoseverfahren in der Medizin dar. Allerdings ist die teure Herstellung und die hohe Empfindlichkeit der dafür erforderlichen Eiweiß-Antikörper ein großer Nachteil. |
veröffentlicht von:
Geschäftsstelle, Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen e.V.
Perspektiven von Nanomaterialien in der Energietechnik
| 29.08.2010: Dr. Armin Melzer von der Grillo-Werke AG beleuchtet die Anwendungsmöglichkeiten von Nanotechnologie in der Energiegewinnung und spricht über Entwicklungen mit Perspektive. Dr. Melzer ist Referent auf der 3. NRW Nano-Konferenz, die im September in Dortmund stattfindet. In einem Tandemvortrag erläutert er dort gemeinsam mit Professor Christof Schulz von der Universität Duisburg-Essen "Perspektiven von Nanomaterialien in der Energietechnik". |
veröffentlicht von:
Geschäftsstelle, Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen e.V.
Nano-Röhrchen als Spinfilter
| 27.08.2010: Alle Elektronen tragen ein magnetisches Moment, Spin genannt, das grundsätzlich in zwei Richtungen zeigen kann. Setzt man geeignete Nano-Röhrchen aus Kohlenstoff einem hohen Magnetfeld aus, so lassen sie bei einem bestimmten Wert nur Elektronen mit einer Spinrichtung durchfließen. Erhöht man das Magnetfeld weiter, so fanden Wissenschaftler von Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) und den Universitäten Regensburg und Delft nun heraus, so werden nur Elektronen mit der anderen Spinrichtung durchgelassen. Dieser überraschende Effekt wurde erstmals beobachtet und hat seinen Grund in den exotischen elektronischen Eigenschaften der für neuartige Speichertechnologien interessanten Röhren. |
veröffentlicht von:
Geschäftsstelle, Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen e.V.
Öffentliche Konsultation zur wissenschaftlichen Basis für eine Definition des Begriffs "Nanomaterial"
| 27.08.2010: Die Europäische Kommission hat das Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks (SCENIHR) beauftragt, zentrale Elemente einer wissenschaftlich fundierten Arbeitsdefinition des Begriffs "Nanomaterial" zu identifizieren. Dabei sollen die geeignetsten Messgrössen zur Charakterisierung von Materialien auf der Nanoskala definiert werden unter Berücksichtigung von Grössenverteilungen sowie anderer relevanter Kenngrössen, Messparameter und physikalisch-chemischer Eigenschaften und Schwellenwerte. |
veröffentlicht von:
Geschäftsstelle, Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen e.V.
VdL-Richtlinie zum Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz
| 27.08.2010: Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL) hat eine Richtlinie zum Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz veröffentlicht. Die Mitglieder sollen zum verantwortungsvollen Umgang mit nanoskaligen Materialien angeleitet werden. |
veröffentlicht von:
Geschäftsstelle, Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen e.V.
Zweidimensionale Nanostrukturen durch Selbstorganisation
| 26.08.2010: Einer internationalen Forschungsgruppe ist erstmals die Herstellung von Nanokristallen gelungen, die durch Selbstorganisation zu leitfähigen zweidimensionalen Nanostrukturen zusammenfinden. Darüber berichten die beteiligten Wissenschaftler - unter ihnen Prof. Stephan Förster, Universität Bayreuth - in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Science". |
veröffentlicht von:
Geschäftsstelle, Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen e.V.
Neue Nanostrukturen entwickelt: Organische Moleküle rufen Nanoteilchen zur Ordnung
| 25.08.2010: Einem Team von Forschern der Universität Hamburg und des spanischen Forschungszentrums IMDEA Nanoscience ist es gelungen, Materialien auf chemischem Wege herzustellen, die sich durch Selbstorganisation zu zweidimensionalen Nanostrukturen zusammenfinden. Die neuartigen Strukturen können in flexiblen elektronischen Schaltungen, Solarzellen oder Photosensoren eingesetzt werden. In der Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Science“ stellt die deutsch-spanische Forschungsgruppe ihre Entdeckung vor. |
veröffentlicht von:
Geschäftsstelle, Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen e.V.
Wie gefährlich sind Kohlenstoff-Nanopartikel?
| 25.08.2010: Mit 2,5 Millionen Euro fördert das BMBF den Forschungsverbund „Carbon Black“, an dem auch das Fraunhofer ITEM in Hannover beteiligt ist. Hier werden in den kommenden drei Jahren die toxikologischen Wirkungen dieser Kohlenstoff-Nanopartikel getestet – an menschlichen Lungenzelllinien und Lungenschnitten sowie im Tierversuch. Carbon Black (Industrieruß) wird in großen Mengen in der Produktion von Autoreifen verwendet. |
veröffentlicht von:
Geschäftsstelle, Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen e.V.
5 Seiten mit
50 Stories1 2 3 4 5 >