Konstruktionswerkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen (KWST) 2007

Erstmalig auch Serieneinsatz für sicherheitsrelevante Bauteile beim 10. Jubiläum des Fachsymposiums KWST vorgestellt

Die am 15. November stattgefundene Jubiläumsveranstaltung des Fachsymposiums „Konstruktionswerkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen“ (KWST) zeigte eindrucksvoll zahlreiche neue Anwendungsbeispiele und innovative Produktionsverfahren aus den nahezu unerschöpflichen Ressourcen der Natur.

Auf das hohe technische Potenzial nachwachsend basierter Konstruktionsma-terialien wies unter anderem Dr. Günther von Europas zweitgrößtem Automobilzulieferer Faurecia hin: „Nachwachsende Rohstoffe sind auch in Hochsi-cherheitsbauteilen wunderbar einsetzbar.“
Dr. Andreas Baar von der Landesinitiative NMN ergänzt: „In speziellen Anwendungsfeldern sind Konstruktionsmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen konventionellen Werkstoffen technisch durchaus überlegen. Gleichzeitig stellen sie einen Ansatz für nachhaltiges Wirtschaften dar. Gegenüber herkömmlichen Materialien zeichnen sich nachwachsende Rohstoffe durch einen reduzierten Energieverbrauch bei ihrer Herstellung aus. Mit der Anwendung in marktfähigen Produkten leisten Naturfasern durch Ihre Gewichtsersparnis einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz. Die kontinuierlich steigenden Preise für konventionelle Rohstoffe und deren Endlichkeit beschleunigen den ökonomischen Druck, die Natur wieder als Rohstoffquelle zu begreifen.“

Die Teilnehmer der Fachveranstaltung konnten sich bei einer Besichtigung des „BioConcept-Cars“ auf der AGRITECHNICA von der Funktionalität naturfaserverstärkter Werkstoffe überzeugen.
Die Firma Elephant Bambusprodukte präsentierte erstmals die Einsatzmöglichkeiten dieses schnell wachsenden Rohstoffmaterials auf der KWST. Zur Überraschung der Teilnehmer wurde ausgeführt, dass Bambusfaserwerkstoffe selbst gegenüber tropischen Edelhölzern eine erheblich größere Belastbarkeit bei gleichzeitiger Gewichtsersparnis aufweisen.
Darüber hinaus stellten die Berufsbildenden Schulen Gifhorn ein durch das niedersächsische Kultusministerium gefördertes, europaweit einzigartiges Projekt für eine Berufsausbildung zur Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe vor.

Fazit der Veranstaltung ist, dass nachwachsende Rohstoffe einen immer stärker wachsenden Markt bilden und die technischen sowie ökologischen Vorteile von Produkten aus naturfaserverstärkten Werkstoffen noch breiter in der Industrie und Öffentlichkeit verankert werden sollten.

Kontakt:
Dr. Andreas Baar
Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen e.V.
c/o Sperlich GmbH
Bürgerstraße 44/42
37073 Göttingen

Tel.: + 49 551 49 607-12
Fax: + 49 551 49 607-49
e-Mail: mail@nmn-ev.de

 programm_kwst2007~1.pdf


 nachbericht_kwst.pdf



Mit freundlicher Unterstützung von

Deutsche Landwirtschafts Gesellschaft e.V. (DLG)




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