06. Mai 2015

Programm Online: Technologietag - Dünnglas als Substrat zur Strukturierung und Beschichtung

Die Landesinitiative Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen veranstaltet gemeinsam mit der SCHOTT AG in Grünenplan einen Technologietag, bei dem neue Strukturierungstechnologien für Dünngläser diskutiert werden sollen.

Bildquelle: © SCHOTT AG

Glas hat sich als inertes Material seit Jahrhunderten bewährt. Insbesondere seit der Erfindung des Borosilikat-glases durch Otto Schott bietet es sich z. B. hervorragend als chemisch/biologisch beständige Grenzfläche für Sensoren in der Biotechnologie und Elektronik an.

Darüber hinaus lassen sich die Oberflächeneigenschaften von Glas gezielt beeinflussen und damit diesen Werkstoff in Bezug auf physikalische Effekte wie z. B. Hydrophobizität, Biokompatibilität, usw. maßschneidern.

Glas besitzt vielfältige Eigenschaften. Aufgrund seiner niedrigen Gas- und Wasserpermeation eignet es sich exzellent für hermetisch gekapselte Bauelemente wie Sensoren in der Halbleiter- und Biotechnologie. Die hohe optische Transparenz und Oberflächengüte von Glas erlaubt zudem die Verkapselung von Bauelementen mit Optischen Detektoren.

Das Material erlaubt eine vielfältige Strukturierung: vom mm-Bereich mit mechanischer Bearbeitung bis hin zu mikrostrukturierten Wafern. Je nach Anforderung kann SCHOTT eine Reihe von Oberflächen- und Materialbearbeitungsprozessen anbieten: Von hochpräzisen Kapillaren in Sandstrahltechnik über hochgenaue Geometrien in Ultraschall-Läpptechnik bis hin zu feinsten Durchführungen in Dünnstgläsern durch Laserstrukturierung finden sich Gläser von SCHOTT schon heute in einer Vielzahl von Geräten und Anwendungen der Sensorik und Biotechnologie.

Insgesamt eröffnet die Mikrostrukturierung des Materials Glas umfangreiche Möglichkeiten für neue Anwendungen. Im Rahmen des Technologietages sollen u.a. neue Strukturierungstechnologien für Dünngläser im intensiven Dialog mit den Teilnehmern diskutiert werden.

Fachbeiträge folgender Referenten (Auszug) bestimmen das Programm des Technologietages:

  • Prof. Dr. Andreas Dietzel (Technische Universität Braunschweig) – „Mikrofluidische Systeme – Ist Glas der bessere Werkstoff?“
  • Dr. Roman Ostholt (LPKF – Laser & Electronics) –  „Hochgeschwindigkeitsverfahren zur Herstellung von Blind und Through Vias in Dünnstglas für 2,5D Packaging Anwendungen“
  • Dr. Thomas Rainer (Boraident GmbH) / Dr. Jürgen Ihlemann (Laser-Laboratorium Göttingen e.V.) – „UV-Laserbearbeitung von Glas: Mikrooptische Strukturen und Diffraktive Markierung


Das gesamte Vortragsprogramm steht online zur Verfügung:
www.nmn-ev.de/events/arbeitskreise-und-technologietage

Die Veranstaltung findet bei der SCHOTT AG in Grünenplan am 28. Mai 2015 von 10:00 - 16:00 Uhr statt.

Entscheider, Anwender und Forscher sind herzlich eingeladen, sich mit Fachexperten über aktuelle Themen und Bedarfe zu Applikationen der Mikrofluidik, Sensorik und verschiedener Bearbeitungstechnologien auszutauschen. In einer abschließenden Diskussionsrunde werden Projektansätze im Bereich der Strukturierungstechnologien für Dünngläser identifiziert, um innovative Lösungsansätze zu erarbeiten.

Die Teilnahme ist für Mitglieder des NMN e. V. kostenlos. Für Nicht-Mitglieder beträgt die Teilnahmegebühr 80,00 Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Eine Anmeldung kann ab sofort formlos über den NMN e.V. (mail(at)nmn-ev.de) erfolgen. Anmeldeschluss für den Workshop ist der 21.05.2015.