10. Juni 2015

Ausgebuchter Technologietag am 28.05.2015 bei der SCHOTT AG in Grünenplan war ein voller Erfolg

Mehr als 50 Akteure aus Forschung und Industrie nutzten die Chance, sich über neue Strukturierungsmöglichkeiten von Dünngläsern auszutauschen.

Bildquelle: © NMN e.V.

Die SCHOTT AG ist ein internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 125 Jahren Spezialglas, Spezialwerkstoffe, Komponenten und Systeme entwickelt und produziert.

SCHOTT Advanced Optics in Grünenplan ist ein Kompetenzzentrum für die Herstellung von Dünn- und Spezialgläsern für Anwendungen in der Medizintechnik, der Halbleiterindustrie, der Optik und Optoelektronik. Die Produktion ultradünner Gläser in den unterschiedlichsten Ausführungen nimmt bei SCHOTT in Grünenplan eine besondere Stellung ein.

Insbesondere im Vergleich zu polymeren Folien, die beispielsweise weniger hitzebeständig und durch eine höhere Gasdurchlässigkeit gekennzeichnet sind, bieten die Substraktkriterien von Dünnglas eine exzellente Alternative für hermetisch gekapselte Bauelemente, wie Sensoren in der Halbleiter- und Biotechnologie. Die hohe optische Transparenz und Oberflächenbeschaffenheit von Glas erlaubt zudem die Verkapselung von Bauelementen mit optischen Detektoren. Darüber hinaus erlaubt das Material vielfältige Strukturierungsoptionen.

In diesem Zusammenhang bot der Technologietag Vertretern aus Forschung und Industrie die optimale Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Strukturierung von Dünngläsern auszutauschen.

Nicht nur die rege Beteiligung der Teilnehmer des Technologietages unterstrich die Aktualität und Relevanz des adressierten Themas, sondern ebenfalls das fachliche Feedback der Referenten. So konnte Herr Prof. Andreas Dietzel (TU Braunschweig) seine im Fachvortrag eingangs adressierte Fragestellung, ob Glas der bessere Werkstoff sei, für viele Lab-on-Chip-Systeme eindeutig bejahen. Herr Prof. Wolfgang Kowalsky (TU Braunschweig) ging noch einen Schritt weiter und hob die Konkurrenzlosigkeit, Zuverlässigkeit und Langzeitstabilität des Werkstoffes Glas hervor.
Neben den Referenten und Teilnehmern der Veranstaltung, zeigte sich ebenfalls der Kooperationspartner, Herr Dr. Marten Walther (Innovationsmanager der SCHOTT AG und Fachbeiratsmitglied im NMN e.V.), von der Veranstaltung beeindruckt.

Im Anschluss an die Fachvorträge wurden in einem Workshopteil Bedarfe für mögliche zukünftige Projektvorhaben identifiziert und angeregt diskutiert. Dies mit dem Ziel, gemeinsam innovative Lösungsansätze zu erarbeiten und neue Verfahren sowie Produkte zu entwickeln. Weitere Projektpartner sind herzlich willkommen und können sich an die Geschäftsstelle der Landesinitiative NMN wenden.

Abschließend bot eine Besichtigung der Dünnglasfertigung der SCHOTT AG den Teilnehmern exklusive Einblicke in die Entstehungs- und Verarbeitungsprozesse des SCHOTT Dünnglases.