13. August 2015

Aktiver Wissenstransfer zum Fachthema „Grenzflächen im hybriden Leichtbau“

Gut 60 Akteure trafen sich am 16. Juli 2015 auf Einladung der Landesinitiative Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen (NMN) zum Workshop in Kooperation mit dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (ein Zentrum der TU Braunschweig) und der Open Hybrid LabFactory (OHLF).

© LI NMN

Gewichtsreduktion bei gleichzeitiger Leistungssteigerung – so das Gewinner-Prinzip hybrider Bauteile und gleichzeitige Erklärung für den rasanten Einzug in zahlreiche industrielle Anwendungen. Zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit eines Bauteils, bspw. im Verhältnis von Dichte und Steifigkeit, werden verschiedene Werkstoffe kombiniert. So können die einzigartigen Eigenschaften von z.B. Stahl – hohe Festigkeit, Dichte und Schwingfestigkeit – mit denen von Aluminium, Magnesium, Polymeren oder auch faserverstärkten Kunststoffen kombiniert werden.

Zuletzt genannter Werkstoff besticht durch sein einzigartiges Verhältnis von geringer Dichte zu hoher Steifigkeit und spezifischer Festigkeit. Bedarfe dieser Werkstoffgruppen mit spezifischem Charakter bestehen mit Blick auf eine hohe Wirtschaftlichkeit vor allen Dingen im Bereich der Großserienproduktion.

Die Vermählung unterschiedlicher Materialien bzw. artverschiedener Werkstoffe bedingt die gleichzeitige Entstehung von Grenzflächen. Diese sind u.a. entscheidend für den Erfüllungsgrad der gewünschten Verbundeigenschaften, da die Grenzfläche die Lastübertragung zwischen den Verbundpartnern gewährleistet.

Der Grenzflächenbetrachtung kommt eine entsprechend hohe Bedeutung zu und war Fokus des Workshops „Grenzflächen im hybriden Leichtbau“, initiiert durch die Landesinitiative Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen in Kooperation mit dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) und der Open Hybrid LabFactory (OHLF). Gut 60 Fachexperten, Entschei-der und Anwender nutzten die Veranstaltung, um über den aktuellen Status Quo, Herausforderungen und Bedarfe in diesem Zielfeld auszutauschen.

Ergänzend zu den Fachvorträgen besichtigten die Workshop-Teilnehmer gemeinsam das Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF) und erhielten dabei exklusive Einblicke in die Zukunft der nachhaltigen Mobilität.

Im Rahmen der sich anschließenden Diskussion wurden verschiedene Projekt-ansätze erarbeitet, die in nachfolgenden Projekttreffen weiter vorangetrieben werden. Interessenten und weitere Bedarfsträger können über die Geschäftsstelle der Landesinitiative NMN nachträglich eingebunden werden.

Weitere Informationen zum vergangen Workshop sowie zu zukünftigen Arbeits-kreisen und Technologietagen stehen online zur Verfügung: www.nmn-ev.de/events/arbeitskreise-und-technologietage