11. November 2015

„Leichtbaupotentiale durch Massivumformung“

Dr.-Ing. Hans-Willi Raedt, Sprecher der Initiative Massiver Leichtbau referiert am 26.11.2015 über die Ergebnisse der Phase II des „leichten Nutzfahrzeugs“ auf dem 8. Nano und Material Symposium 2015 in Salzgitter

Dr.-Ing. Hans-Willi Raedt zu Gast auf dem 8. NMN Symposium 2015

Das Symposium ist die Jahresveranstaltung des Innovationsnetzwerkes Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen (NMN) e. V. und versammelt unter dem Topthema „Material- und Prozessinnovationen für eine ressourcenschonende Mobilität“ rund 170 Experten aus Industrie und Forschung am 25. + 26. November 2015 in Salzgitter.

Diskutiert werden in insgesamt 3 Parallel-Sessions die Schwerpunkte „Neue Materialien“, „Oberflächen“ und „Leichtbau“. In zuletzt genannter Session präsentiert Dr.-Ing. Hans-Willi Raedt, Vice President Advanced Engineering der Hirschvogel Automotive Group und Konsortialsprecher der Initiative Massiver Leichtbau, letzte Erkenntnisse aus der Initiative Massiver Leichtbau - Phase II: Leichtbaupotenzial für ein leichtes Nutzfahrzeug. In seinen Vortrag „Leichtbaupotentiale durch Massivumformung“ erklärt Dr. Raedt: „Die Initiative Massiver Leichtbau wurde 2013 durch 15 Umformunternehmen und 9 Stahlhersteller unter der Schirmherrschaft des Industrieverbandes Massivumformung e.V. (IMU) und des Stahlinstituts VDEh ins Leben gerufen. In der ersten Phase wurde ein Mittelklasse-Pkw untersucht und ein Leichtbaupotenzial von 42 kg bei Antriebsstrang- und Fahrwerksbauteilen erarbeitet.“, und weiter: „Aufgrund des großen Interesses der Kunden am Ergebnis und angetrieben durch die intensive Kooperation der beiden beteiligten Industriezweige wurde entschieden, 2015 die zweite Phase zu lancieren, die sich nun auf das Leichtbaupotenzial eines leichten Nutzfahrzeugs konzentriert.

Die zweite Phase brachte 17 Umformunternehmen, 10 Stahlhersteller und einen Ingenieurdienstleister zusammen. Mit Leichtbauideen mit werkstofflichem, umformtechnischem oder konzeptionellem Fokus wurde ein Gewichtsreduzierungspotential von 99 kg erarbeitet. Die Ideen beziehen sich auf Bauteile in Kraftstoffeinspritzung, Motor, Getriebe, Antriebstrang und Fahrwerk.“, schließt Dr. Raedt. Ziel der Initiative sei es, durch eine konzertierte Aktion von Unternehmen der Massivumformung und Stahlherstellern die Potenziale massivumgeformter Bauteile für den Leichtbau in einem leichten Nutzfahrzeug öffentlichkeitswirksam aufzuzeigen. Der Nutzen für die Unternehmen und die Branche liegt in der Kommunikation des Leichtbaupotenzials massivumgeformter Bauteile als auch im Aufzeigen der Wettbewerbsvorteile zu konkurrierenden Fertigungsverfahren und Werkstoffen.

Dr. Raedts Vortrag „Leichtbaupotentiale durch Massivumformung“ ist am 26. November 2015, 15:30 Uhr zu hören.

Weitere Beiträge zum Thema Leichtbau am 26.11.2015 sind u.a.

    „Leichtbautechnologien der Zukunft – Symbiose aus Innovation und
      Wirtschaftlichkeit“

      Thorsten Jablonski, Werkleiter Volkswagen Braunschweig, Volkswagen AG

•    „Pkw-Leichtbau und seine Auswirkungen“
      Univ.-Prof. em. Dr.-Ing. Henning Wallentowitz (RWTH Aachen University)

•    „Metallischer Karosserieleichtbau versus Steifigkeit /Problem und
      Lösungsansätze“

      Frank Preller (Bertrandt Ingenieurbüro GmbH)

Das gesamte Programm zum 8. NMN Symposium steht unter www.nmn-ev.de bereit. Zur Teilnahme ist eine schriftliche Anmeldung in Vorfeld erforderlich, die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Anmeldeschluss ist der 13.11.2015.

8. Nano und Material Symposium Niedersachsen
25. - 26. November 2015
Hotel am See, Gästehaus der Salzgitter AG
Kampstraße 37
38226 Salzgitter / Lebenstedt

Kontakt:
Dr. Nadine Teusler
Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen e. V.
c/o innos - Sperlich GmbH
Bürgerstr. 44/42 I 37073 Göttingen
Tel   +49 (551) 49 607 0, Fax  +49 (551) 49 607 49
mail@nmn-ev.de, www.nmn-ev.de

Über die Landesinitiative Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen:
Die Landesinitiative Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen
(LI NMN) ist Impulsgeber, der niedersächsische Akteure in den Leitthemen Neue Materialien, Leichtbau und Oberflächen sowie Prozesstechnologie als leitthemenübergreifende Querschnittsfunktion vernetzt. Ein wesentliches Ziel der LI NMN ist die Unterstützung von Unternehmen sowie Forschungsein-richtungen bei der Entwicklung von Produkten mit Pilotcharakter und der gezielte Technologietransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft. Hierzu koordiniert die LI NMN ein umfangreiches Netzwerk aus Forschung, Wirt-schaft sowie Politik und bietet Partnern und Interessenten eine gemeinsame Kommunikationsplattform. Die Landesinitiative wird gefördert vom Nieder-sächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.