Nano und Materialsymposium Niedersachsen 2015

Expertentreffen zur Jahresveranstaltung

Mehr als 140 Teilnehmer versammelten sich anlässlich der Jahresveranstaltung des NMN e.V. am vergangenen Mittwoch und Donnerstag im Gästehaus der Salzgitter AG. Im Fokus des 1,5-tägigen Fachevents standen die Themen „Neue Materialien“, „Oberflächen“ und „Leichtbau“ im Kontext einer ressourcenschonenden Mobilität. Auftakt und Einstieg in das Thema boten die exklusiven Führungen durch das Werk der Salzgitter Flachstahl GmbH sowie durch das Werk der Volkswagen AG in Braunschweig.

Salzgitter Flachstahl ist die größte Stahltochter in der Salzgitter-Gruppe und öffnete am Mittwoch, den 25. November, ebenso wie die Volkswagen AG in Braunschweig ihre Tore zu den Produktionshallen. Beide Häuser standen dem Symposium mit dem Leitthema „Material- und Prozessinnovationen für eine ressourcenschonende Mobilität“ als Kooperationspartner zur Seite und boten mit den Werksführungen einen besonderen Programmeinstieg. Das anschließende Get Together im Gästehaus der Salzgitter AG bot den Teilnehmern beste Möglichkeiten, das Thema zu vertiefen und ihr Netzwerk weiter auszubauen. Florian W. Haacke, Vorstandsvorsitzender des NMN e.V. sowie Beiratsvorsitzender der GXC Coatings GmbH, zeigte sich sehr zufrieden über die Resonanz zur Auftaktveranstaltung und das rege Interesse des Fachpublikums.

Vorträge zum Download

Das Fachprogramm des 26. Novembers wurde eröffnet von Ulrich Grethe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Salzgitter Flachstahl GmbH, und Dr. Holger Manz, Leiter Entwicklung Batteriesysteme und Fahrwerk bei Volkswagen Braunschweig. Mit ihren Plenarvorträgen gaben Sie einen umfassenden Überblick zu „Stahl – der Werkstoff für heute und morgen“ (Ulrich Grethe) sowie zu „Leichtbautechnologien der Zukunft – Symbiose aus Innovation und Wirtschaftlichkeit“ (Dr. Holger Manz). Auch Roger Krüger, verantwortlich für die Bereiche Automotive, Luftfahrt, Leichtbau im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, betonte in seinem Grußwort, vertretend für Minister Lies, die Innovations- und Wirtschaftskraft der Mobilitätsindustrie in Niedersachsen und hob dabei besonders die darin verankerten Kernthemen „Leichtbau“, „Neue Materialen“ und „Oberflächen“ hervor. Diese bildeten auch den Fokus des NMN Symposiums und wurden mit 20 Fachbeiträgen in 3 Parallelsessions diskutiert.

In der Session „Neue Materialien“, moderiert von Dr. Frank Klose, Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, und Prof. Dr.-Ing. Hans Jürgen Maier, Institut für Werkstoffkunde Leibnitz Universität Hannover, präsentierten u.a.

  • Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Spitzer, Technische Universität Clausthal
    Neue Materialien durch innovative Prozesstechnologien

  • Dr. Joachim Schöttler, Salzgitter Mannesmann Forschung
    Vergütungsfähige Stähle für hochbeanspruchte Bauteile neuester Fahrzeugserie

In der Session „Leichtbau“, die von Dr. Andreas Gebauer-Teichmann, Volkswagen AG, gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Klaus Dröder, TU Braunschweig, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik, moderiert wurde, waren u.a. zu hören:

  • Dr.-Ing. Michael Alsmann, Volkswagen AG
    Warmumformung - Leichtbau durch höchstfeste sicherheitsrelevante Karosseriebauteile

  • Dr.-Ing. Hans-Willi Raedt, Initiative Massiver Leichtbau / Hirschvogel Automotive Group
    Leichtbaupotentiale durch Massivumformung

In der Session „Oberflächen“ unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Günter Bräuer, Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST, und Dr. Thorsten Reier, Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, diskutierten u.a.

  • Henner Krug, AB - Anlagenplanung GmbH / Helmut Bauer, Bauer Anlagen e. K.
    Mit Wirbelstrom lokal erwärmen und 70 % sparen

  • Dr. Martin Bretschneider, Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH
    Innovative Oberflächenfeinstrukturen

Das Vortragsprogramm wurde bewusst ganzheitlich und branchenübergreifend gestaltet und mit der begleitenden Fachausstellung komplementiert. Partner wie das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST, die Mahr Metering GmbH und die TU Clausthal präsentierten hier in Ergänzung zu den Fachbeiträgen Produkte und Komponenten zum Thema ressourcenschonende Mobilität.

Ein besonderes Highlight sowohl für die teilnehmenden Experten als auch die jüngsten Gäste vor Ort, stellte der Schülerwettbewerb „NMN Junior Contest“ dar, der bereits zum fünften Mal gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ausgetragen wurde. Insgesamt 4 Schülergruppen niedersächsischer Schulen der Klassenstufen 7 bis 13 wetteiferten um innovative Lösungen und neue Werkstoffe für eine ressourcenschonende Mobilität. Ziel war es einen besonders leichten aber lastenfähigen Kran zu konstruieren. Die Ergebnisse wurden nicht nur vom Fachpublikum bewertet, sondern mussten sich auch zu einem Live-Test auf der Symposiums-Bühne bewähren. Die feierliche Siegerehrung der jungen Forscher wurde von Ingelore Hering, Abteilungsleiterin für Industrie und maritime Wirtschaft im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, übernommen. Insgesamt wurden Geldpreise in Höhe von 2.500 € gewonnen, mit denen neue bzw. laufende Schulprojekte finanziert werden können. Die Platzierungen der Schulen:

1.    Gymnasium am Markt, Achim
2.    Otto-Hahn-Gymnasium Springe
3.    Theodor-Heuss-Gymnasium Göttingen
4.    Herderschule Lüneburg


Das Symposium ist die Jahresveranstaltung des Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen (NMN) e. V. Ziel ist es, die drei Leitthemen „Neue Materialien“, „Leichtbau“ und „Oberflächen“ sowie die damit verbundenen Prozesstechnologien weiter voran zu treiben. Hier hat Niedersachsen besondere Stärken in Forschung und Entwicklung. Die Themen haben zudem enormes technologisches und wirtschaftliches Potential für aktuelle niedersächsische Zukunftsfelder wie Mobilität und Energie.

Weitere Informationen unter www.nmn-ev.de

Den vollständigen Nachbericht finden Sie ebenfalls hier.

Kontakt:
Dr. Nadine Teusler
Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen e. V.
c/o innos - Sperlich GmbH
Bürgerstr. 44/42 I 37073 Göttingen
Tel   +49 (551) 49 607 0, Fax  +49 (551) 49 607 49
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